Angepinnt Mindset

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    • Why Street Fighter Players Make Great Poker Players

      Die Ähnlichkeiten zwischen SF4 und Poker war auch die Ursprungsidee zu dem Thread.
      Im ersten Post habe ich bewusst die Eigenschaften erwähnt, die auch einen guten Pokerspieler ausmachen:

      Man muss sich die Eigenschaften der Spieler genauer anschauen.
      Meiner Meinung nach wären das:

      Geduld
      Kontrolle der Emotionen
      Konzentration
      Risk/Reward Verständnis
      Mindgames
      Mustererkennung beim Gegner / Anpassung an den Spielstil
      Die Spielweise wählen mit der höchsten Wahrscheinlichkeit auf Erfolg
      Team Rookie, B

      Sheva - YouGenius - Carloz - Mac - Maruko - Nani - Halibel

      "Hear Me Roar"
    • Ich habe früher zu sehr auf die Historie geachtet. Ähnlich wie beatemupgamer hab' ich angefangen zu schwitzen, wenn ich gegen jemanden spielen musste, dessen Namen ich aus Top 8 Ergebnissen kannte.

      Mittlerweile beeinflusst mich das kaum noch. Dadurch, dass ich mehr Zeit mit dem Spiel verbracht habe und kontrollierter spiele als früher, habe ich mehr Gefühl für das Spiel und dessen Verlauf. Wenn man genug weiß und kontrolliert spielt, kann einen nichts überraschen - alle kochen nur mit Wasser - die Regeln sind für jeden gleich.

      Ich achte nun mehr darauf, wie die Person an diesem Tag spielt. Tagesform und aktueller Wissensstand/Tech und individuelle Zielsetzungen sind wichtiger als alles, was man von früher über die Person zu wissen glaubt.

      Wichtig ist meiner Meinung nach aber auch, einschätzen zu können, wie die Adaptionsfähigkeit des Gegners ist. Bei schlechten Spielern reicht es, das Verhalten des Gegners zu analysieren und zu adaptieren. Gegen Spieler mit guter Adaptionsfähigkeit muss man das gleiche auch für sich selbst tun - und darüber hinaus auf die Adaption reagieren.

      Gerade der letzte Punkt ist absolut keine Talentfrage und benötigt ein gutes Mindset, eine klare Zielsetzung und vorallem genug Fokus auf das Metagame (den man meiner Meinung nach nur durch ausreichend Übung erreicht, damit man sich nicht mehr auf die Dinge wie Execution oder Setups konzentrieren muss)
      Yo! He ded.
    • Ich muss irgendwie an Coungster denken wo ich das alles gelesen hab. Knowledge, Talent, Poker und er ist gut in Form. Hatte mal glaub ich in einem Daigo Interview gelesen das es wichtig sei Sport zu treiben und sich richtig zu ernähren. Klingte für mich legit.
      TEAM ROOKIE, Biatch!

      ~ YouGenius ~ Sheva ~ Mac ~ CarloZ ~ Maruko ~ Nani ~ Halibeleibelilel ~

      "You have to be quick and do some ballsy shit if you want to win."

      "...if you want people to really accept you then you have to win impressively, not just win."
    • Kann da nicht zustimmen.
      Was SF4 angeht war in der Top 8 Platzierung der letzten Evo keiner dabei mit Übergewicht.
      Sogar bei Top 32 sind zwar Kindevu und J Wong dabei, aber 2 von 32 Spieler ergibt sich noch keine Regelmäßigkeit.
      Ansonsten wenn ich an die Top Spieler der einzelnen Länder denke sind die Top Spieler eher "skinny".

      Will aber nicht behaupten diese Spieler sind so gut weil sie sich gesund ernähren oder ernähren sich bewusst gesund damit sie besser in FGs sind.
      Wobei Sport und gesunde Ernährung natürlich förderlich sind.
      Team Rookie, B

      Sheva - YouGenius - Carloz - Mac - Maruko - Nani - Halibel

      "Hear Me Roar"
    • Wasserklarer Geist

      Ich lese gerade ein Buch über Zeitmanagement („Getting things done“ von David Allen) und bin über eine Abschnitt gestolpert in der er über einen Zustand schreibt der im Kampfsport „Wasserklarer Geist“ genannt wird.

      Jeder von uns kennt sicher diesen Zustand aus den unzähligen Fighting-Sessions die wir machen, in dem alles funktioniert was wir versuchen und man „eins“ mit seinem Spiel-Character ist. Man ist auf fasst alles vorbereitet und hat immer die richtige Antwort parat, wodurch man auf einem höheren Level spielt als sonst. Keine Ahnung wie ich es noch beschreiben soll aber es ist der Weg sich ganz von selbst zu konzentrieren ohne sich dazu zwingen zu müssen.

      David Allen’s Methode in diesen Zustand zu gelangen ist, alle offenen Aufgaben und losen Enden, die man im Kopf hat, aufzuschreiben und somit den Kopf frei zu bekommen.

      Wege zum Wasserklaren Geist vor einem Kampf!?!
      Sicherlich hat jeder einen eigenen Weg in diesen Zustand zu gelangen und manche haben diesen vielleicht auch schon gefunden? Ich für mich bin noch auf der Suche und daher würde mich euer Weg zum „Wasserklaren Geist“ interessieren, sofern ihr ihn gefunden habt.

      Ich denke dass hier viele diesen Zustand als „Tagesform“ betiteln werden aber meiner Meinung nach hat es damit nur bedingt/nichts zu tun. Bitte antwortet auch icht mit "geh laufen" oder "mach Sport" um den Kopf frei zu kriegen.

      Sicher spielt das Mindset(z.B. ablegen mentaler Blockaden) hier eine große Rolle, daher habe ich es in diesen Thread gepostet.

      Vielleicht sagt ihr auch das ist völliger Blödsinn :D
    • Nee ist keinesfalls Blödsinn. Ich versuchen diesen Modus schon seit einiger Zeit zu erreichen, Kriege es aber nicht gepackt. Ich weiß definitiv, dass es sowas gibt und habe es selbst schon bei shootern erlebt. Bei Beat em ups ist es mir auch sehr selten mal gelungen. Es ist genau wie du geschrieben hast : Man muss sich nicht mehr auf das Nachdenken konzentrieren, der Autopilot setzt ein und alles klappt wie von selbst. Es gibt überhaupt nicht mehr die Möglichkeit etwas falsch zu machen, Denn kein einziger negativer Gedanke kommt überhaupt erst auf. Wie gesagt ich kenne das Gefühl genau, weiß aber nicht, wie ich in diesen Zustand gelange. Vielleicht probier ich die von dir genannte Technik einfach mal aus.
      Ah da kommen die 09er. Was wollt's ihr ihm für Tipps geben?
      Short, Short, Super. Lernst' dann in SF5!
    • Das ist kein Blödsinn, alo! Kann mich noch gut daran erinnern wie SamsonK immer vor nem match gebetet hat und sich somit gesammelt hat.
      Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen das ich meine besten matches hatte nachdem ich gelassen war. Was ja auch Sinn macht. Coungster hatte ja einen Bericht darin Stand ja auch etwas von sich sammeln vorm Match!
      LIDEIGÄR:
      Wenn sich deine Schulter bewegt dann seh ich das!!!

      youtube.com/watch?v=zOlslbwSrqE&feature=youtube_gdata_player
    • Na da hast du dir aber viel vorgenommen. Schon mal so viel, Blödsinn ist das nicht ;)

      Klar gibt es bessere "Zustände" in denen man sich befindet, in diesem Beispiel bei FGs. (Die Neuro Wissenschaftler haben da sehr viele verschiedene Zustände zb Auto fahren, lesen, laufen, schlafen etc. Sind alles versch. Zustände mit unterschiedlicher Wahrnehmung.

      Würde behaupten jeder kennt seine normale Leistungsform, + / - Leistungsdifferenzen an manchen Matches/ Tagen. Du willst aber mehr, und ich behaupte mal diesen "Wasserklaren Geist" hat noch keiner erlebt.
      Was du meinst hat was von NLP bzw Meditation. Und dieser Zustand ist nunmal schwer oder nur mit Fleiss und Aufwand zu erreichen.
      Eine Möglichkeit diesen Zustand zu erreichen wäre Ankern aus dem NLP. (ist meine Vermutung nicht 100% sicher).
      Das habe ich bereits vorher erwähnt und ja schon gesagt das ist sehr fortgeschritten.
      Hier mal paar random Artikel

      Definition
      Schritt für Schritt
      Das Ankern ist eig dazu da (Positive) Emotionen aufzurufen, daher denke ich das man Ankern auch für die Konzertration benutzen kann.

      Ich denke wenn du diesen Zustand erreichen willst, wäre Meditation das richtige. Ist aber soweit ich weiß ein großer Aufwand und denke um das für FGs einzusetzen wäre das die falsche Motivation. Ausser du bist wirklich sehr motiviert :D
      Aber dann gibt es andere Wege seine Leistung in FGs zu steigern.

      Darfst es dir auch nicht wie eine Wunderpille vorstellen, das wenn du diesen Zustand erreichst, du dann im Neo-Modus alle Attacken vorraussiehst.
      Wäre mMn nur eine gewisse Leistungssteigerung, keine 180 Grad Wendung.
      Coungster ist denke ich auch der einzige der NLP/Ankern(?) vor seinen Matches nutzt, auch wenn er gut ist, Top 3 war er noch nicht bei krassen Turnieren.
      Wobei ich denke wenn du diesen Zustand erreichst, wäre es mMn schon fast Verschwendung dann noch FGs zu spielen.
      Wenns dich aber wirklich interessiert, dann informier dich über Meditiation und Ankern.

      Zu den "leichteren" Mindsets zur Leistungssteigerungen habe ich bereits was geschrieben.
      Mir sind noch 2 eingefallen, die ich hiermit ergänzen will. Villeicht hilft es jemandem:

      1. Spiele die Casuals als wäre es ein Turniermatch.

      Bei mir zb ist es so das ich in Casuals immer sehr locker spiele, und meine Turniermatches spiele ich immer viel besser als in casuals.
      Und immer wenn ich beim casualn zu locker spiele, stelle ich mir vor:
      Bracketmatch. Konzentration. Reagiere auf alles. Du gewinnst. Sonst bist du draussen! usw

      Oder bei einem FT5 spiele ich im Kopf die ersten3 Matches ein Bo3.
      So sehe ich dann wer bei diesem FT5 Set, wer von uns beiden in einem Turnier weiterkommen würde wenn wir im üblichen Turnierformat (bo3) aufeinander treffen

      Denke vor allem für die Leute mit geringer Turniererfahrung kann man so versuchen eine künstliche Turniersituation zu erstellen.

      2. Spiele so als würdest du keinen Damage bekommen wollen (hat irgend ein Ami Spieler gesagt Dieminion oder Abel Juicebox glaube ich)
      oder meine Version: Du hast nur noch 20 Life übrig.

      Da ich gemerkt habe und auch andere mit den letzten Lebenspunkten sehr viel besser spielen.
      Oft fällt es mir schwerer totuzuchippen als normale 200-300 damage zu erzielen.

      Und habe oft gemerkt wenn beide Spieler nur noch wenig Leben haben, das die Footsie skills und Reaktionen steigen.

      Hoffe es war ne Hilfe
      Team Rookie, B

      Sheva - YouGenius - Carloz - Mac - Maruko - Nani - Halibel

      "Hear Me Roar"
    • ich finde, dass autopilot eher etwas negatives ist. unter autopilot habe ich jegliche konzentration und reaktion verloren und spiele alleine aus instinkt und muscle memory.

      warum das schlecht ist, beschreibe ich mal einzeln:

      1. instinkt
      damit meine ich folgendes, stellt euch mal das szenario vor: man steht mit seinen charakter in jump-in entfernung, dass man mit seinen limbs nich full scree und nicht point blank connected, also einfach gute mittlere entfernung. das match ging schon gut hin und her, mein gegner is ein fireball charakter. jetzt bin ich ungefähr bei 40 sekunden im match und beide chars haben jeweils unter 50% life. man poket sich gegenseitig auf die richtige entfernung und dann kommt es. mein instinkt sagt mir "spring jetzt! er wird schießen!" ich springe. kein fireball kommt. ihr wisst, was der gegner dann macht. im schlimmsten fall für mich srk fadc ultra, runde verloren. genau da war der autopilot an, ich habe nicht nachgedacht sondern bin instinktiv gesprungen, aber es ging nach hinten los.

      2. muscle memory
      muscle memory kann ich mit einfachen gewohnheiten wiedergeben. cr.mk xx fb. in spielen wie st oder auch zur anfangszeit von sf4 wurde cr.mk xx fb als safe angesehen, ob auf hit oder auf block. wir wissen aber alle, dass man dazwischen, wenn man es vom gegner richtig gelesen hat, einen ultra reindrücken kann.
      wieder selbe szenario wie oben, ein ziemlich hitziges match, man wird sehr von dem gegner unter druck gesetzt. meine muscle memory gibt ein cr.mk xx fb, um den gegner von mir zu entfernen und den druck runterzunehmen. was passiert, im schlimmsten fall bekomme ich wieder einen ultra rein, weil meine muscle memory die notation eingegeben hat, da ich auf autopilot spiele und mich nicht konzentriere.


      was ich damit sagen will: autopilot definiert jeder anders. genauso können instinkt und muscle memory einem in einigen situation auch den arsch retten, aber ich wollte die negativen punkte davon mal aufzeigen.

      finde unter anderem alle post hier mega interessant und wollte meine gedanken auch dazu beitragen.
      no more excuses
    • Alo, ein sehr tolles Thema! Meiner Meinung nach ist das ein Zustand, den jeder Mensch anstreben und dafür auch trainieren sollte (jedenfalls abrufbar sein). Der Autor aus deinem Buch nennt es "Wasserklarer Geist". Ich kenne diesen Zustand unter der Bezeichnung als "Flow". Ich denke das auch viele diesen Zustand schon mal erlebt haben.
      Charakteristisch für diesen Zustand ist das Verlieren von Zeitgefühl, ausblenden aller unnötigen Reize, volle Konzentration auf die Aktivität, maximale Ressourcenverwendung u.s.w.

      Wie erreicht man diesen Zustand?
      1. Die Tätigkeit darf nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer sein. Sie muss uns fordern, eine Herausforderung sein. Ist die Aufgabe zu leicht, benutze wir nicht alle unsere Ressourcen, schenken ihr nicht mehr so viel Aufmerksamkeit und werden dadurch vielleicht unachtsam. Ist die Aufgabe zu schwer, dann ist der Informationsinput zu hoch oder wir wissen einfach nicht wo wir anfangen können. Der Mensch will immer gefordert werden, da blüht er erst richtig auf.
      2. Ein erreichbares Ziel setzen. WIe oben erwähnt, darf es nicht zu leicht oder zu schwer sein. Wenn man dieses Ziel vor Augen hat und es eine starke Faszination ausübt, dann hilft es sehr, alles andere auszublenden.
      3. Das Vetrauen in die eigene Fähigkeit. Man sollte wissen, was man ungefähr erreichen kann...und dann die Messlatte ein wenig höher setzen.

      Es gibt bestimmt noch mehr Tipps und Anleitungen, wie man diesen State erreichen kann. Der Tipp mit den unnötigen Gedanken aufschreiben ist gut. Damit sortiert man schonmal alle unwichtigen Gedanken aus damit am Schluss nur die im Moment wichtigen Gedanken bleiben.

      Das alles ist nur ein sehr oberflächlicher Einblick in die Materie. Ich bin selber da kein Experte. Ich finde dieser Artikel aus WIkipedia ist sehr empfehlenswert: Flow
      Wer sich mehr dafür interessiert, kann ja Alos Buch kaufen (wobei es sehr viel Literatur dazu gibt) oder einfach im Inet vieles nachlesen.
      TR
      - YouGenius - Sheva - Mac - Carloz - Nani - Halibel - Maruko -


      Every Frame A Painting
    • Hey Eugen, schöne Ausführung.

      Würde auch mal meinen Senf dazugeben, um ggf. mal den Vergleich zu Kampfsport/Kunst und FGs zu ziehen.

      Bin schon seit 13 Jahren aktiver Aikidoka und besonders hier ist der Zustand des "leeren Geistes" einer der ganz wichtigen Punkte.

      Allerdings ist es etwas schwierig dies komplett auf FGs zu übertragen. Ich hatte mit Sadomeso (der auch schon lange Aikido mit mir zusammen betreibt) eine ähnliche Diskussion als wir uns über den unterschiedlichen Skill Level von Spielern unterhalten haben.

      Generell kann man sagen, das erst einmal Körper und danach Geist kommt um zumindest mal den Level zu erreichen, das ist eine Hilfsbrücke die es dir viel leichter macht dort hinzukommen. Ein absoluter Kernpunkt jedoch und fast noch wichtiger als einen "gesunden" (ich sage bewusst gesund und nicht "fit") Körper ist aber die Atemtechnik, was ein zentraler Bestandteil von allen Kampfsporttechniken, Meditationstechniken, Yoga, ect. ist ... ohne richtige Atemtechnik gibt es keinen leeren Geist. Hier haben fast alle asistischen Kulturkreise einen deutlichen Vorteil der abendländischen Kultur gegebenüber, die bekommen/bekammen das schon in der Kindheit beigebracht. Das Zauberwort hier ist (für uns Abendländer) "Zwerchfellatmung" oder auch "Bauchatmung" genannt. Ohne eine gute Atmung, die noch zusätzlich natürlich stattfindet (ohne darüber bewusst nachzudenken) ist meiner Meinung nach kein leerer Geist möglich. Leider haben wir in unserer Kindheit soetwas nicht beigebracht bekommen und sind von Bauchatmung (so wie es ein Säugling schon macht) auf Brustatmung und kurze flache Atemzüge übergegangen. Somit müssen wir uns das erst aufwendig wieder antrainieren.

      Grundsätzlich wäre dies der erste Schritt, gefolgt von dem Körper der einfach durch Gesundheit den Geist unterstützt und dann kommt noch die Technik dazu und hier wird es jetzt wirklich interessant wenn man das auf FGs bezieht. Im Kampfsport gilt die Technik als Mittel zum Zweck (speziell im Aikido) da du hierdurch Bewegungsabläufe einstudierst um "Prinzipien" anzuwenden, im Endeffekt wie ein "Hilfskrücke" ... ziel ist jedoch dann wieder weg von der Technik zu kommen und einfach nur die Prinzipien anzuwenden. Da wir uns bei FGs aber in einem mehr oder weniger geschlossenen/definierten/begrenzten System bewegen gibt es hier einfach auch natürliche Grenzen. Jedoch gilt auf jedenfall das du zunächst einmal die Technik meistern musst um dir darüber keine Sorgen (Gedanken) mehr machen musst und hier wird es schon schwierig. Das spannende am high level gaming ist ja das die Eingaben/Execution gar kein Hindernis mehr ist, somit kann man sich völlig lösen von der mechanischen Eingabe und seinen Geist vollkommen auf das Geschehen lenken! Hier kommt dann die nächste Stufe, man denkt quasi nur noch seine Aktionen und Reaktionen, hier vergleiche ich FGs gerne mit Schach da du zunächst eine generele Strategie hast (Char spezifisch) und eine Taktik die sich selbstverständlich mit jeder Situation ändert/anpasst. Jetzt kommt aber der dynamische Teil hinzu, der den Vergleich zur Kampfkunst wieder aufmacht. Wenn du z.B. beim Aikido einen Übungskampf gegen 1-3 Leute machst, dann musst du deine Atmung unter Kontrolle bringen und danach mit Bewegungen und Techniken auf deine Gegner reagieren. Das wäre quasi die Basis und entspricht einem normalen FG Kampf --> Konzentration und Execution !!! Danach kommt aber der nächste Level (hab ich leider nicht) --> Weg von der Technik und der bewussten Konzentration --> Einfach machen und nicht denken, deine Finger setzen nur noch um was in der Situation das richtige ist. Das ist aber eben in FGs beschränkt da du in einem geschlossenen System arbeitest, sicherlich sind auch deinem Körper Grenzen gesetzt aber die Freiheitsgrade sind viel viel größer.

      Mein Trainer sagt immer Aikido ist zu 95% Transpiration und zu 5% Inspiration --> Das passt ganz wunderbar auf FGs ... 8)

      Meine Empfehlung für alle die den Level erreicht haben sich um Execution keine Gedanken mehr zu machen, löst euch irgendwann von Set Ups und Schemata und spielt frei ...

      Wow ... Wall of Text ... Sry
      Solang die Wurscht so dick wis Brot is ... is wurscht wie dick des Brot is ...
    • jetzt kennt ihr mein geheimniss ;) exposed
      yoga concentration.

      nützliche tools sind aufjedenfall geräusche isolieren und emotionen kontrollieren können.
      das mit der atmung hilft definitiv.

      in diesem sinne
      ohmmmm
      :c: orkanONE | HarikaZen / yoga - for your mind, body and soul - stay free. so soulfist
    • Das Pokerbuch von mir geht auch auf das schreiben ein Banker.

      Dort wird es Mindgame History genannt. Es hilft Dinge niederzuschreiben weil sie dann sozusagen verstaut sind und nicht mehr im Kopf, also dadurch frei wird.

      Außerdem geht das Buch auch auf vier Stufen des Lernens ein. Evtl. schreib ich heute Abend mal den kleinen Teil dazu in den Thread.
      Spielt ihr Blazblue, Guilty Gear, Anime Games, Airdasher oder sonstige FGs? join #blazblue (<- mich kann man anklicken.)
    • Poker und Schach sind aber leider nur bis zu einem gewissen Punkt vergleichbar mit FGs, da der dynamische Teil einfach fehlt.

      Sicherlich wäge ich beim Pokern massiv Wahrscheinlichkeiten und Chancen ab um meine Gewinnchancen zu kalkulieren und zu verbessern, was ganz wunderbar dem Prinzip von 50/50 entspricht oder sogar den Option Selects um die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg in meine Richtung zu verschieben. Oder eben das Wissen über Schach Eröffnungen und mögliche gute Antworten und Gegentaktiken, entspricht MU Wissen und Counter Technologie.

      Bis zu diesem Punkt ist es eben eine mehr oder weniger mathematische, statistische Angelegenheit und bildet im Grunde die Basis für High Level Play. Gibt meiner Meinung nach viele Spieler die einfach sehr erfolgreich sind weil sie die MU und Techniken sehr gut kennen um die Wahrscheinlichkeiten in ihre Richtung zu zwingen (Char. spez. Unblockables, Option Selects, ect. pp.) Was ganz einfach die Erklärung für die Tier Liste ist, Akuma kann einfach relativ sicher die Wahrscheinlichkeiten zu seinem Vorteil verschieben und zwar gegen die meisten anderen Chars.

      Jetzt kommt noch das Mindgame und die Reaktion dazu und sicherlich auch ein gutes Stück Antizipation. Genau hier ist dann der "freie Geist" oder wie auch immer du es nennen möchtest angesiedelt. In einem schnellen, dynamischen System mit unglaublich vielen Möglichkeiten ist es dann irgendwann einfach notwendig nicht mehr nachzudenken was das beste wäre, sondern es einfach zu wissen. Dies ist aber dann das Spielen gegen den Char und nicht gegen den Spieler. Wenn man nun noch in kürzester Zeit durch "natürliches" Agieren/Reagieren sich noch zusätzlich auf den Spieler einstellt und "frei" spielt dann ist man denke ich auf "high level". Deswegen würde ich sagen hat man so eine Erfahrung viel öfter gegen bekannte mit denen man oft casual spielt, da man sich hier frei machen kann von Druck aber dennoch voll konzentriert spielt und dann den Punkt erreicht wo einfach alles klappt. Denke jeder kennt die Erfahrung genau umgekehrt, wo man einfach 1 Runde lang komplett zerlegt wird egal was man macht, das ist man in vielen Fällen gar nicht selbst sondern der Kumpel hat einfach ein "freies" Spiel und du bist gefangen in seinem Spiel.

      Wenn du aber gegen einen Char spielst der dir einfach in fast allen Aspekten überlegen ist und die Wahrscheinlichkeiten auf seiner Seite sind dann bringt dir das leider auch nur wenig, denn dann musst du Risiko gehen und die "Odds" sind dann gegen dich.

      Ist halt eben blöd wenn man mit nem Messer zu einer Schießerei kommt ... :pinch:
      Solang die Wurscht so dick wis Brot is ... is wurscht wie dick des Brot is ...
    • Im Poker brauchst du vor allem Stats von deinen Gegner. Keiner spielt mathematisches Optimum.

      Außerdem geht es hier mir nur um den Lernprozess und wie man mit Niederschlägen/Erfolgen um geht, nicht um das Spiel selbst. :)

      Mindgame Theorie != Spieltheorie.
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    • Ich begebe mich in meinen Tunnel und suche positive Dinge für mich.

      Fuck, ich geh in den Charselect, pick meinen Char und bin total happy.
      Geh nochmal im Kopf alles Matchup-Technische durch, plane meinen Start und überlege, wie meine Vergangenheit gg. den Spieler war.

      Ja und dann, exposieren.

      Schlimmer finde ich es, wenn Dinge nicht klappen. Exe-Fehler werfen mich oft total zurück. Block ich etwas falsch, ärger ich mich.
      Aber daran arbeite ich stetig - Routine vermindert das laufend.

      Gutes Beispiel: Als ich gg. Ultima auf dem B3C in den Top 6 fast 0-3 rausgeflogen wäre, ohne große Chance.
      War sehr emotionales Marvel an dem Tag für mich, da vieles nicht so lief, wie ich wollte.

      Ich hatte nur noch Sentinel ohne XF gg. 3 Chars. Das Spiel war für mich gelaufen. Im Kopf hab ich so gut wie abgeschlossen.
      Ein Lucky Hit, noch ein Combodrop, irgendwie gechippt. Das Spiel hab ich viel zu schnell fortgeführt, war ideenlos gg. seine Dominanz im Neutralgame.
      Doch dann kam mir noch ein Geistesblitz: Er wird sicher blocken, er masht nicht sinnlos.
      Ruhig ging ich nochmal dran, hab die richtigen Entscheidungen getroffen und die Runde gewonnen.
      Das Set ging dann 3-2 an mich, da ich nach diesem Comeback noch einmal über alles nachgedacht habe.

      Danach war ich viel ruhiger und konnte unberechenbar ausrasten und hab auch Fehler, versaute XFactor Activations und schlechtes Meter Management einfach abgetan und in Ruhe weitergespielt, mit totalem Fokus auf das Spiel. Am Ende hab ich im GF das Reset geschafft und gewonnen.
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    • Außerdem geht das Buch auch auf vier Stufen des Lernens ein. Evtl. schreib ich heute Abend mal den kleinen Teil dazu in den Thread.

      Mach das. Jeder Input ist willkommen :good:

      @Dadom
      Das mit der Atemtechnik interessiert mich sehr.
      Habe das was du über das atmen sagst schon oft gelesen und auch versucht, aber immer wieder aufgehört und war mir nicht sicher ob ich das richtig gemacht habe.
      Hast du eine gute Anleitung dazu? Oder könntest du das erklären wie man das am besten lernt und beibehält?
      Danke :)
      Team Rookie, B

      Sheva - YouGenius - Carloz - Mac - Maruko - Nani - Halibel

      "Hear Me Roar"